Trüffelsuche mit Hund Grundkurs VI

Gedachter Verlauf/Rahmenprogramm für die Sonderveranstaltung der Forschungsgruppe Hypogäen:  „Trüffelsuche mit Hund – Grundkurs VI“

Freitag

…ist wie immer Anreisetag, mit der Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen sowie Diskussionen ab etwa 18.00/18.30/19.00 Uhr in der jeweiligen Veranstaltungsstätte ggf. auch mit gemeinsamen Abendessen. 
An diesem ersten Abend bietet sich in lockerer Runde vor allem an, Informationen über bisherige Erfolge, Trüffelstandort, Ökologie der Trüffeln, Probleme, Misserfolge, Pläne, Absichten und unerfüllte Wünsche bei der Trüffelsuche, Trüffelreisen, Trüffelhunde, Geschäftsideen mit Trüffeln, Trüffelbestimmung und dem Trüffelanbau zu berichten und zu diskutieren. Viele Fragen können so am ersten Abend geklärt, der Horizont deutlich erweitert, manches Problem schnell beseitigt, Unterstützung vereinbart und zusätzliche Verabredungen getroffen werden. Darüber hinaus bietet diese Vorgehensweise dem Kursleiter gezielt die Möglichkeit, noch individuelle Wünsche entgegen zu nehmen und ggf. fachliche Lösungen kurzerhand unter endgültiger Festlegung der Zeiten und Inhalte im individuellen Wochenendprogramm noch mit aufzunehmen.  Wie sagte kürzlich Udo aus Köln dazu: „Allein der Freitagabend lohnt sich schon, dabei zu sein.“

Zielgruppe: Fortgeschrittene Trüffelsucher mit ihrem Hund mit mehr als 10 nachgewiesenen Trüffelarten, sowie interessierte Pilzkundler ab Leistungsschein ** der mobilen Pilzschule oder/und Angehöriger der Morchelbundesliga. Insbesondere sind hier Trüffelfreunde angesprochen, die in der Forschungsgruppe Hypogäen aufgenommen und als qualifizierte Hobbyforscher aktiv mitwirken wollen.

Kosten: keine Seminargebühr, sondern lediglich ein Kostenzuschuss von 30€/Person für Angehörige der FGH, andere Teilnehmer 50€/Person
Besonderheiten: Gefundene Hypogäen (getrocknet oder in Alkohol) können zur (Nach-)Bestimmung mitgebracht werden
Ausrüstung: Mikroskop, Reagentiensatz, Binokular nebst einschlägiger Literatur zur Bestimmung von Hypogäen mit dichotomen Bestimmungsschlüsseln wie den Jülich, Moser, Dennis, Groß, Knapp, Trappe, Martin, Young oder/und Montecci
Zur Baumbestimmung: Pareys Buch der Bäume, Kosmos-Baumführer Europa und/oder Schmeil-Fitschen
Anfragen/Anmeldung: nur per Mail über info@trueffelschule.de

 

Samstag

10.00 - 11.30 Uhr Theorieblock I (+ ggf. Gastgeber)
Einführung Mykologie (Pilzkunde) Teil IV - Hypogäen nach Pflanzenfamilien geordnet

Kiefern-, Birken- und Buchengewächse, Pappeln & Weiden, Malven, Zistrosen/Helianthemum, Robinien

11.45 - 13.00 Uhr Praxisteil I – Trüffelsuche in fremder Umgebung auf sauren Böden, unterschiedliche Höhenlagen und/oder anderen Ekto-Mykorrhizapartner wie Fichte, Tanne, Kiefern, Zedern, Pappeln, Weiden, Erlen, Birken, Robinien (+ Sonnenröschenstandorte)

 

13.15 – 14.15 Uhr gemeinsames Mittagessen ggf. mit Vorstellungsrunde
14.30 -  16.30 Uhr Praxisteil II - Erkundung und Bewertung von potentiellen

 Trüffelstellen in Einzelgruppen, Trüffelsuche, Trüffelaufnahme, dabei: Gebrauch geologischer und  topografischer Karten, XXL-Kartierung: Fundstellenerfassung mit Bild, Dokumentation, Ökologie besonderer Trüffelarten  

16.45 – 17.30 Uhr Vortrag und Sichtung der Ergebnisse

 

Danach ggf. gemeinsames Abendessen

 

19.00 Uhr – 22.00 Uhr Praxisteil III -
Von der Natur zur Kultur: Trüffelbestimmung, Erfassung und Dokumentation (schriftlich und mit Fotos) der Tagesfunde mit Begleitflora, Begleitpilzen, Bodenverhältnisse etc. mittels Checkliste (XXL-Kartierung) der FGH, Erfassung der Makro- und Mikromerkmale, Bestimmung der gefundenen (und mitgebrachten) Hypogäen, Haltbarmachung und Aufbewahrung der “Bestimmlinge”, Einordnung der Funde in die Systematik der Hypogäen,

 Bestimmungsübungen, Bestimmungsliteratur, Erstellung Gesamtfundverzeichnis
Praxisförderung: Trüffelölherstellung

 

 

 Sonntag

 10.00 – 11.00 Uhr Theorieblock (Vortragsreihe) III
Einführung Mykologie (Pilzkunde) Teil IV

 

Kurzvortrag: Einführung Trüffelanbau/Trüffelansiedlung bei Altbäumen

Optional: Möglichkeiten und Wege zur Erlangung einer Ausnahmegenehmigung zur Entnahme von Trüffeln der Gattung Tuber (für alle anderen Trüffelgattungen benötigt man keine Ausnahmegenehmigung) Antragstellung, Verhalten bei Ablehnung: Widerspruch und Klage, Klagebegründung, Auswahl Rechtsanwalt,
sowie Test III zur Aufnahme in die FGH

 

 

11.15 -  13.00 Uhr Praxisteil IV - Erkundung und Bewertung von potentiellen Trüffelstellen in Einzelgruppen, Gebrauch geologischer und topografischer Karten, Geländebeurteilung, Trüffelsuche, Trüffelaufnahme, Fundstellenerfassung/Dokumentation mit Checkliste (XXL-Kartierung) und Bildern

13.15 – 14.15 Uhr gemeinsames Mittagessen mit Kurzvortrag und Sichtung  der Ergebnisse

14.30 -  15.30/16.00 Uhr Weiter: Zusammenfassung der Ergebnisse, mikroskopische Bestimmung, Trüffelfundstellendokumentation, Publikation