Marion war die erste Pilzschüleriin, die sich für die Trüffelsuche entschied
Marion war die erste Pilzschüleriin, die sich für die Trüffelsuche entschied

Welche Trüffelarten kann ich anbauen?

<< Die nachfolgende Grafik hilft dem Trüffelanbauer, seine Entscheidungen vorzubereiten >>

Die Übersicht zeigt, welche Trüffelarten • bei welchen Wirtspflanzen in freier Natur durch Trüffelsucher  nachgewiesen wurden. Die mit  „e“ gekennzeichneten Mykorrhizen dagegen sind bislang nur unter experimentellen Bedingungen nachgewiesen.
Achtung: Die Grafik zeigt aber nicht alles, denn Eiche ist nicht gleich Eiche und Pinie nicht gleich Pinie!! So ist aus dieser Übersicht nicht ersichtlich, bei welchen Baumarten Trüffeln am häufigsten vorkommen und/oder in welcher Verbindung die meisten Trüffeln produziert werden. Diese Geheimnisse decke ich in meinem Lehrfilm über den Trüffelanbau auf.

Tuber aestivum

Jje nach Reifezeit  wird sie  als Sommer- oder Burgundertrüffel bezeichnet. Sie ist an unsere klimatischen Bedingungen angepasst. Gegenüber anderen Trüffeln hat sie den Vorteil von zwei Ernteperioden:  von Juni bis August  als Sommer- von Septtember bis Dezember als Burgundertrüffel. In der feinen Küche wird sie nicht nur roh dünn gehobeltn, sondern auch gekocht eingesetzt.

Tuber borchii

Im Gegensatz zu den vielen  kalkholden Trüffelarten wächst diese Art in mässig sauren Böden. Als Frühlingstrüffel bezeichnen die geschäftstüchtigen Italiener diese Art. Die Reifezeit erstreckt sich von etwa November bis in den April, wird aber in der Magnatumsaison verschwiegen. Was bleibt ist die  "Frühlingszeit"  wo es kaum andere frische Trüffelarten gibt

Tuber brumale

Wintertrüffel: Als eine Wärme liebende Art ist sie auch in unseren Breiten zu finden, erreicht aber mit zwei bis vier cm Ø  nicht die Größe,  wie in den Mittelmeerländern. Nur einmal im Jahr nämlich von Oktober bis Dezember kann diese Trüffelart geerntet werden. Klein gerieben und in angewärmter Butter verqirlt, wird sie z.B als Trüffelbutter besonders geschätzt.

Tuber mesentericum

Dort - wo man die Teertrüffel wie in der Provinz Kampanien um Neapel herum besonders schätzt, wird sie auch angebaut. Der intensive Geruch der frischen Trüffel erinnert an Asphalt, heißem Teer oder Pattex. Das sagt nicht jedem zu soll sich aber beim Erhitzen verflüchtigen.  Diese Trüffel wird dort als regionale Besonderheit angebaut..

Tuber macrosporum

Die Großsporige Trüffel  ist auch bei uns in der freien Natur nicht so häufig anzutreffen. Die Reifezeit beschränkt sich auf die Monate Oktober und No- vember. In Italien wird sie nicht selten an den gleichen Stellen wie Tuber magnatum gefunden. Kenner schätzen vor allem ihr feines Aroma, welches stark an Tuber melanosporum erinnert.

Tuber magnatum

Die Biotope der Weißen Trüffel  lassen sich so einfach nicht nachbauen, kommt sie doch als termophile Art vor allem in Auwäldern, im Hügelland oft über fließendem Grundwasser vor. - Da wächst  Tuber melanosporum nie, wohl aber Tuber aestivum. Der Anbau ist wegen der Wahl der geeigneten Böden und nach Angaben der Italiener wegen der kargen  Keimfreude problematisch.

Tuber melanosporum

Geadelt wurde sie mit dem Titel  „Schwarze  Diamanten der Küche“. So konnte sich eine Trüffelnation von den lästigen Konkurrenten aus Italien abgrenzen. Inzwischen importieren französische Händler einen großen Teil  der Perigord-Trüffel  aus Spanien.  Diese Art ist  in warmen und geschützten Bereichen auch in Deutschland kultivierbar.

Terfezia und Tirmania

Die thermophilen Wüstentrüffeln der Gattungen Terfezia und Tirmania bevorzugen als Lebenspartner u.a. verschiedener Zistrosengewächse . Diese bei uns nicht winterfesten Lebenspartner machen schon deshalb einen Anbau in Deutschland nicht möglich..

MatTirolomyces Terfezioides

Von der Systematik her gehört die Ungarische Süßtrüffel  zu den Wüstentrüffeln. Beliebt ist sie vor allem in Ungarn, wo sie nebn natürlichem Vorkommen mit Scheinakazien (Robinia pseudoacacia) mykorrhiziert  in Kultiur genommen wurde. Verwendung findet sie in der ungarischen Küche in allerlei Süßspeisen.