Trüffelgarten - Bodenprobe und Bodenanalyse
Trüffelgarten - Bodenprobe und Bodenanalyse

        Gepr. Trüffelanbauberater/Trüffelanlagenberater         Beratung für den Trüffelanbau

Gepr. Trüffelanbauberater (Trüffelanlagen-Berater)
Sie sind schwerpunktmäßig in zwei verschiedenen Aufgabenbereichen tätig:

  • IST-Aufnahme zur Anlage von Grundstücken für den Trüffelanbau mit Erstellung eines Gutachtens
  • IST-Aufnahme zur Optimierung von bestehenden Trüffelanlagen mit Expertise

Kann man eigentlich mit Fußballspielen Geld verdienen?
Genau die gleiche Frage bezieht sich häufig auf den Trüffelanbau. – In beiden Fällen hängt das nicht vom Glück, sondern primär vom kontinuierlichen Können und beständigen Einsatz allein des Betreibers ab. Dieses Können ist bereits vor dem eigentlichen Beginn, nämlich in der Vorbereitungsphase zwingend erforderlich und erstreckt sich bis über die Erntephase hinaus... 

Es macht Sinn eine Bewässerungsanlage zu installieren Notwendige Vorbereitungen vor der Auspflanzung - damit wir der Grundstein für den Erfolg gelegt

Vorbereitungsphase
Grundstückssuche und Auswahl
40 - 50 kg Trüffelernte pro ha im Jahr gilt beispielsweise in Frankreich bereits als sehr gut. Damit ist man dort zufrieden. In Italien oder Spanien gilt diese Produktionsmenge lediglich als gut. 100 kg dagegen sollte ein Trüffelanbauer nach Überzeugung der Trüffelschule als Ziel in Deutschland anpeilen. Wer sich genau das als Mindestziel setzt, darf von Anfang an keine Fehler machen:  
Wer das falsche Grundstück wählt und/oder dieses vor dem Start nicht genügend anpasst, wird nie zu den erfolgreicheren Trüffelanbauern gehören.

Tipp: professionelle Rundumberatung und Betreuung durch Gepr. Trüffelanbauberater oder Teilnahme an den Veranstaltungen der Forschungsgruppe Hypogäen

Beachte - erfolgreiche Trüffelsucher, die zwar schon viele Trüffelstellen gesehen haben, besitzen ausdrücklich nicht die für den Anbau erforderliche fachliche Qualifikation. 


Wer Erfolg haben will, muss schon vor dem Start besser sein
Grundstücksauswahl, Beurteilung nach Exposition und Bodenneigung, Beurteilung der Bodenverhältnisse, Analyse des Bodens, Zeigerpflanzen für günstige und ungünstige Bodenverhältnisse, Bodenvorbereitung, Bodenanpassung, Einfluss von Sonne, Höhenlage, Wind und anderen Klimafaktoren werden vom Trüffelanlagenberater ermittelt und bewertet. Das Ergebnis fließt in das individuelle Gutachten ein.

Auswahl der Trüffelarten und Baumpartner
Wahl der Trüffelart(en), Wahl der optimalen Baumpartner, Berücksichtigung der Herkunft und Behandlung von Saatgut sowie die Verwendung von Trüffeln zur Inokulumherstellung, Mykorrhizierungsmethode, Mykorrhizierungsgrad der Jungpflanzen, Berücksichtigung der Sexualität der Trüffeln, Anzuchtzeit. – Das alles und mehr ist für einen Laien kaum zu erfassen, geschweige denn zu beurteilen.
Nicht einfach was möglich ist machen, sondern was optimal ist: Die Wahl der Baumpartner speziell für dieses Grundstück entscheidet wesentlich mit über den Erfolg. In der Expertise des Trüffelanlageberaters ist das Erklärte dann nachlesbar.  

Pflanzplan bzw. Pflanzordnung
Soll das später mal einfach schön aussehen oder wollen Sie maximalen Erfolg haben? Egal ob Sie 10-50 Bäume, mehr als 100 bis 1.000 oder weit über 5.000 bzw. 40.000 Bäume pflanzen wollen, überlegen Sie stattdessen erst einmal wieviel Trüffeln Sie pro Jahr ernten, wieviel Sie verdienen wollen. Danach ist zu ermitteln, wieviel Platz und wieviel Trüffelbäume benötigt werden, welche Baumarten und welche Zusammensetzung erforderlich ist. – Spätestens hier haben Sie es gemerkt: Es geht beim Trüffelanbau ab einer bestimmten Größe nicht mehr um ein Hobby, sondern um ein Geschäft, um Existenzgründung in der Pilzwirtschaft im Neben- oder Hauptberuf.  Damit bekommen selbst Auspflanzzeitpunkt wie Frühjahr- oder Herbstpflanzung, Schutz vor Tierfraß, Schutz vor Diebstahl und andere Parameter eine andere Gewichtigkeit, eine neue Bedeutung.

 

Trüffel-Suchhundeausbildung auf der eigenen Plantage In der Anwachsphase wie hier ist schon zu erkennen, wo später mal Trüffeln wachsen - aber auch wo nicht

Anwachsphase

Erfolg setzt fachliche Kenntnisse voraus

Trüffelanbauer betreiben mit dem was sie tun weder Forst- noch Landwirtschaft, sondern lupenreine Pilzwirtschaft. Also etwas völlig Neues. Was soll mit dieser Differenzierung deutlich werden? Pilzwirtschaft erfordert umfangreiches spezielles Wissen zum Wesen, zur Lebens- und Ernährungsweise der Pilze, aber auch zur Verbreitung, Vermehrung und Sexualität dieser meist unsichtbaren Lebewesen. Über das besondere Wissen gar zu den Hypogäen (Trüffeln) verfügen zudem Forst- und Landwirte genau so wenig wie die meisten Pilzkundler. Die Deutsche Trüffelschule erforscht in diesem Zusammenhang ständig bessere Methoden sowie Voraussetzungen. Weltweit. Sie betreibt Ausbildung in Theorie und Praxis zum Trüffelanbau in kleinen Gruppen auf Sonderveranstaltungen und bildet Multiplikatoren wie  Trüffelberater, Trüffelsachverstängie und Trüffelanlagenberatern aus. 
Gepr. Trüffelanbauberater dagegen vermitteln dieses Wissen nach und nach in individuellen Einzelgesprächen.

Wer Erfolg haben will, muss sich um seine seine Anlage kümmern
Wer Trüffeln anbaut muss dieser besonderen Pilzgruppe zunächst einen entsprechend vorbereiteten Boden bei der Auspflanzung bieten. Das allein jedoch reicht bei weitem nicht: Wachstumsgeschwindigkeit des Mycels, Windschutz, Konkurrenzausschluss, permanente Konkurrenzschutzmaßnahmen, Anwachshilfen und Anwachsschutz für den Baum, Mulchung, Bodenbearbeitung, Unkrautbekämpfung, Verbleib von organischem Material, Pflege- und Wartungsmaßnahmen, Wasserzugaben, Bewässerungssystem, Tierschädlinge, Erntevorbereitung, Trüffelsuchhund oder Ernte-Hundeausbildung, Funddokumentation, Absatzvorbereitungen und Absatzvereinbarungen, Vertriebssystem, Bodenbelüftung, Mykorrhizierungskontrollen, Inoculumausbringung, Bodenverdichtung, Einfluss von Licht und Schatten, Ersatz von Pflanzausfällen bis hin zum 1. Trüffelfund bedingen einzelne, fachliche Überlegungen mit entsprechenden Individualentscheidungen, die schließlich in ein Gesamtkonzept einfließen. Dabei unterstützt der Trüffelanlagenberater. 

 

Der Trüffelhund zeigt an - die Hundeführerin markiert Zielvorgabe für diese Hundeführerin ist die Menge von 1,25 t in der Saison 2018. Das sind rund 50.000 Trüffeln...

Erntephase
Trüffelernte 200 – 500 kg/ha im Jahr möglich
Auf sehr gut gemanagten Plantagen wie hier in Australien erntet man nicht nur 200 oder 300, sondern bis zu 500 (!) kg/ha Tuber melanosoprum im Jahr. Solche hochproduktiven Bereiche gibt es in freier Natur bei wildwachsenden Burgundertrüffeln (Tuber aestivum) in Deutschland. In Kernbereichen größerer Plantagen werden teilweise noch höhere Produktionsraten erreicht. Was die Australier an welchen Stellen besser als die Europäer machen lernt man dann, wenn man wie der Leiter der Trüffelschule in mehr als zwanzig Ländern den Trüffelanbau studiert hat, ständig weiter studiert und mit den Methoden und Techniken der Australier vergleicht.
Profitieren Sie vom Wissen der  Forschungsgruppe Hypogäen (FGH). Dies wird durch speziell ausgebildete Trüffelanlagenberater und auf den monatlichen Veranstaltungen der Forschungsgruppe Hypogäen weitergegeben.

Ohne Erntehelfer geht gar nichts

Bei den ersten Baumpartnerschaften setzt die Trüffelproduktion bereits in der Anwachsphase ab 4. Jahr nach Auspflanzung ein. Das merken aber nur die Trüffelbauern, die ab etwa 2. spätestens 3. Jahr nach Auspflanzung beginnen, ihren zukünftigen Erntehund direkt auf der Plantage für die Trüffelsuche auszubilden. Jahr für Jahr kommen dann weitere Bäume, besser Baumpartnerschaften hinzu. Im 10. Jahr nach Auspflanzung sollten Sie bei etwa 10 -20 % der angepflanzten Bäume bereits Trüffeln gefunden haben. Auf die Besonderheiten der angesiedelten Trüffelart abgestimmte Pflegemassnahmen, Dokumentation der Funde, Fundkennzeichnung auf der Anlage, Fruktifikations- und Ernteübersichten sind dabei wichtige Grundlagen bzw. Hilfsmittel zur ständigen Optimierung der Anlage. Die Empfehlungen der Trüffelschule lauten daher: 
                                                        Ausbildung + Beratung + Betreuung

 

Überblick Zeitbedarf
Neben der Zeit für Hin- und Rückfahrt schlägt die Beratungszeit, egal ob telefonisch oder persönlich zu buche. Dazu kommt die Zeit für die Besichtigung(en) des Grundstücks mit einer ausführlichen IST-Aufnahme durch den Berater. Der Zeit für die Sichtung und Bewertung der gesammelten Daten sowie ggf. Zeiten für die Beschaffung der für die Beurteilung notwendigen Unterlagen, kommen  noch mit der Abschlussberatung und Übergabe der Expertise dazu. 

Erforderliche Unterlagen
Neben Lageplan bzw. Flurkarte werden Ausschnitte aus einer topografischen und geologischen Karte, aber auch Satellitenaufnahmen vom Grundstück benötigt. Bei bestehenden Anlagen gehört zusätzlich der aktuelle Pflanzplan mit Angaben zu Abständen und Baumarten dazu, genau wie die Analyseergebnisse von Bodenproben und Fotografien vom Grundstück.

Ermittlung der Beratungskosten mit gutachterlicher Stellungnahme
Die Berechnung der Kosten für den Auftraggeber erfolgt nach Art und Höhe gemäß Gesetz zur Vergütung von Sachverständigen JVEG §§ 1;5 (2) Nr. 2; 7 (3); 8 (1, 2); 9; Anlage 1 zu § 9; 10 (1, 3); Anlage 2 zu § 10 entweder als Pauschalbetrag oder mit Einzelaufstellung der erbrachten Leistungen. - Dies ist allein mit dem Trüffelanlagenberater zu vereinbaren.

 * Empfohlener Pauschalbetrag der Trüffelschule: 495 € (ohne schriftliches Gutachten 295€) 

* Bei der Einzelaufstellung der erbrachten Leistungen können folgende Positionen anfallen. Zugrunde liegt ein Stundenkostensatz von 100 €  

Grundgebühr
Internetrecherchen (Topografie, Geologie u. ä.)      
Literaturrecherchen (Ekto- u. Endomykorrhiza )
Mikroskopische Untersuchungen von Mykorrhizen
Fahrtkosten Hin- und Rückfahrt á 0,25 €/km             
Übernachtungskosten
Begehung mit IST-Aufnahme
Bodenprobenentnahme mit Laboranalysen
sowie ggf. weitere Kosten.